Kurzinterview Gothic-Magazin Nr.74

Kurzinterview zum Magus März 2012

Gothic-Magazin und ein Kurzinterview mit VOENIX

 

Mit Humor und liebvoll-überdrehten Charakteren hat sich „Der Magus“ viele Freunde gemacht, so dass nun schon das sechste Comic vom schrulligen Zauberer und seinen beiden weiblichen Mitstreiterinnen Hexy und Éve vorliegt. Wir sprachen mit Voenix über sein neuestes Werk.

Gerade erscheint die sechste Ausgabe deines Magus-Comic. Was erwartet den Leser diesmal?

Diesmal geht es um das Thema Spiegelmagie. Der Magus besorgt sich einen alten, dubiosen Spiegel aus dem Orient, der eine Art düsteres Eigenleben führt, indem er die dunklen Eigenschaften seines jeweiligen Betrachters wiedergibt und fördert. Dazu werden weitere Charaktere in die Serie eingeführt. Vornehmlich völlig unterschiedliche Damen, die als künftige Mitglieder den Hexen-Zirkel bereichern werden, der von Hexy und Éve, den beiden hübschen Mitstreiterinnen des Magus, ins Leben gerufen wurde.

Deine Bilder sind ja oftmals bis ins Groteske überzeichnet und ich habe bei der Betrachtung das Gefühl, dass sie sich gerade dadurch sehr deutlich erschließen.

Das ist die Basis, auf der Funny-Comics agieren. Als statisches, zweidimensionales Medium sind Mimik und viele Handlungen überdreht dargestellt, was ja gerade erst den besonderen Reiz der Comics ausmacht. Nicht selten ist ja das alltägliche Leben selbst ein kunterbunter Slapstick, den man geistig gesund nur dann einigermaßen unbeschadet durchschifft, wenn man sich die eigene "Hurra-Tüte" auf den Kopf setzt, sich nicht zu ernst nimmt und kräftig mitlacht - vor allem, über sich selbst!

Der Magus und seine beiden Gören nehmen  ja die gesamte Esoterik-Szene und Magie-Branche aufs Korn. Ist denen denn nichts heilig?

Grundsätzlich erstmal: Nein. Allerdings geht es vor allem darum, die menschlichen Schwächen aufzuzeigen, die sich immer wieder hinter dem auftun, was wir vordergründig mit Magie oder Esoterik bemänteln, um toll dazustehn. Ich versuche also eine gesunde Mischung aus banalem Alltag und speziell "magischen" Themen herzustellen, wofür man hin und wieder auch gut recherchieren muss. Zuletzt bei der Story geschehen, die auf dem WGT spielt. Die typischen Plätze dort, die jeder Leipzig-Besucher gleich wiedererkennt, kann man eben nur kreieren, wenn man selbst schon mal vor Ort war.

Danke für das Interview und weiterhin gute Ideen.

Text: Michael Schweßinger | Fotos: Voenix | Web: www.voenix.de