Die entweihte Donar-Eiche zu Fritzlar

3.Posting Unsere Reise nach Fritzlar 30.Mai.2012

Servus zusammen,

da meine Gefährtin und ich vor 2 Wochen schonmal in Fritzlar waren, um das Gelände zu observieren, hier eine kleine Zusammenfassung von ihr, damit Ihr schonmal wisst, was Euch dort erwartet...

mit besten Grüßen derweil,

Voenix

 

Unsere Abenteuerreise nach Fritzlar (Montag 14.5.2012) von Patti

Der Tag begann schon früh für Voenix und mich, da wir einen Termin um 11:00 Uhr im Ordnungsamt in Fritzlar hatten, um über unsere „Toleranzversammlung“ am 16. Juni mit dem zuständigen Beamten zu sprechen. Wir fuhren gegen 8:00 Uhr los, weil es ein gutes Stück Weg von Werfen nach Fritzlar ist und wir den einen oder anderen Stau mit eingeplant hatten. Was wir nicht eingeplant hatten war, dass das Verkehrsamt ohne weiteres mal eben die Auffahrt auf die Autobahn gesperrt hatte und die Umlei­tungsschilder einem Kinderkarussell glichen, also eher im Kreis herum­führten. Wir kamen somit erst mal nicht auf die Autobahn und vertrauten unserer geografischen Kenntnis (da das Navi mittlerweile aufgegeben hatte und völlig verrückt spielte), die uns dann auch, nachdem wir erst einmal in die ent­ge­gengesetzte Richtung, nämlich Limburg, fuhren, auf die Autobahn brachte. Der Tag schien gerettet, wir waren wieder auf geradem Wege Richtung Fritzlar und konnten endlich einen kleinen „Autoim­biss“ zu uns nehmen (mein Zucker­spiegel war mittlerweile im Keller gelandet und meine Laune auch …).

Allerdings gab es auf der Strecke noch einige weitere Baustellen, die mit Umleitungen einhergingen (zum Glück aber nicht uns betrafen). Im Gießener Land rettete mir Voenix gerade noch meinen Füh­rerschein, als er plötzlich neben mir „Blitzer“ rief. Die Straße war schön abschüssig, mein Twingo rollte wie von selbst den Hügel hinunter und ich war endlich ein wenig entspannter, so dass ich erst gar nicht begriff, was er überhaupt meinte. Als mein Gehirn den nöti­gen Sprung zwischen Entspan­nung und Gefahr endlich schaffte, konnte ich gerade noch abbremsen und bin so dem Geldbußen- oder vielleicht sogar Führerscheindesaster entgangen.

Nun wird sicher mancher sagen „soll sie nicht so heizen“. Recht habt ihr! Nach einer etwa halbstündi­gen Verspätung (es war mittlerweile 11:20 Uhr, und um 10:50 Uhr wollten wir ursprünglich auf dem Parkplatz vor dem Ordnungsamt parken), sahen wir dann endlich auch Fritzlar vor uns liegen. Und dann kam der Wegweiser Richtung Fritzlar, der mit einem fetten roten Balken durchgestrichen war. Mittlerweile hatte ich wohl ein kleines Umleitungstrauma, denn als ich das durchgestrichene Schild sah, packte mich die Wut und so fuhr ich einfach geradeaus weiter (dabei schimpfend wie ein Rohr­spatz). Voenix redete mir dann erst mal gut zu und erklärte mir, dass auf dem Schild nur die anderen Ortschaften durchgestrichen wären, der Weg nach Fritzlar aber sicherlich freigegeben sei. Also drehte ich um und tatsächlich kamen wir endlich in Fritzlar an. Nach dem Gespräch mit dem Ordnungsbe­amten, der, wie ich hervorheben möchte, äußerst freundlich war, schauten wir uns Fritzlar noch ein wenig an.

Ein tolles Städtchen, mit sehr alten Fachwerkhäusern, die liebevoll restauriert  sind. Ein Besuch lohnt sich also nicht nur für die Versammlung, sondern auch um ein wenig in der Altstadtharmonie die Seele baumeln zu lassen. Nach der Sichtung unseres „Versammlungsgeländes“ und einem kleinen Bummel, beschlossen wir, uns noch das Bonifazius-Denkmal in Geißmar anzuschauen.

Das erste Gebilde, das uns in dem kleinen Dorf begegnete war eine echte „Sparversion“ eines Denk­mals und erschien uns ein wenig seltsam, weshalb wir weiterfuhren und schließlich das „echte“ Denkmal vor uns hatten.


Die Geißmarer erheben den Anspruch, dass die gefällte Eiche nicht in Fritzlar, sondern eigentlich in Geißmar gestan­den hätte, und so beanspruchen sie ein eigenes Denkmal. Es ist nicht annährend so eindrucksvoll wie das in Fritzlar, und ich muss sagen, dass es auf mich sehr viel weniger bedrohlich und arrogant wirkte, da es zum einen aus Holz gefertigt ist und zum anderen lange nicht so groß und protzig daher kommt.  Bedenklich fand ich, dass die Menschen in Geißmar offenbar neidisch auf die Menschen in Fritzlar sind, weil diese die „Eichenfällung“ für sich beanspruchen. Manchmal muss man die Menschen einfach nicht verstehen …

Dann schauten Voenix und ich uns noch nach einem geeigneten Grillplatz um, und ich kann schon jetzt sagen, dass der, den wir dafür ausgesucht haben, richtig idyllisch ist und für unsere Zwecke, nämlich den 16. Juni entspannt und gemütlich unter Gleichgesinnten ausklingen zu lassen, bestens geeignet erscheint. Der einzige Wermutstropfen ist, dass es dort recht viele Mücken und sicher auch Zecken gibt (Voenix durfte mir am nächsten Morgen eine hinter dem Ohr abpflücken).

Mein Resümee des Tages lautet also:

Erkundigt Euch rechtzeitig über eventuelle Baumaßnahmen der Straßen, die ihr benutzen möchtet.

Fahrt entspannt und dem Tempolimit angepasst, damit ihr nicht um Euren Führerschein bangen müsst, denn in der Gegend um Gießen steht in fast jeder Stadt und in jedem Dorf ein Blitzer!!! Die scheinen eine ganz neue Generation zu sein und sehen aus wie grau-schwarz lackierte, unscheinbare Säulen. Ganz hinterhältig sind aber die, die irgendwo unter einem Baum neben den Landstraßen installiert sind.

Vergesst die Sonnencreme nicht und nehmt am besten etwas mit, um Euch vor Mücken und Zecken zu schützen. Ganz wichtig zu erwähnen ist noch, dass es auf dem Domplatz in Fritzlar um das Denkmal herum kaum bis gar keinen Schatten gibt, und falls es ein sonniger Tag wird (was wir sicher alle hof­fen), sollten Mützen und Sonnenschirme (gerade für die kleineren Gäste) auf keinen Fall vergessen werden!

Und zu guter Letzt ein großer Dank an meinen Gefährten, der an diesem Tage wieder ganz viel Ge­duld mit mir und meinem Kontrolldrama bewiesen hat ;o) …